Hanfpalme aus Samen vermehren – So gelingt’s!

Das Vermehren der Hanfpalme über Samen ist die einzige Methode zum Fortpflanzen der Trachycarpus. Sie erfordert viel Gedult von Ihnen, allerdings macht es eine menge Spaß der Palme beim Wachsen zuzusehen. In diesem Artikel erfahren Sie was es zu beachten gilt und wie die Anzucht reibungslos gelingt.

Anzucht der Hanfpalme aus eigenen Samen

Sie möchten die Samen selber ernten? Dann benötigen Sie eine weibliche und männliche Hanfpalme, da die Palme zweihäusig ist. Das bedeutet die männlichen und weiblichen Blüten sitzen getrennt auf verschiedenen Hanfpalmen. Sobald Ihre Hanfpalme Blüten bildet, bestäuben Sie das weibliche Exemplar mittels eines Pinsels. Nach dem Befruchten der Blüte bilden Sich Beeren. Sobald diese vertrocknen, beginnt die Ernte.

Hanfpalmen-Samen kaufen

Alternativ erweben Sie die Samen einfach beim Händler. Saatgut ist nicht gleich Saatgut, deswegen achten Sie beim Kauf auf folgende Merkmale:

  • Qualität: Kaufen Sie lieber hochwertige Samen. Diese sind letzten Endes robuster und haben eine höhere Keimrate.
  • Verpackung: Achten Sie darauf, dass die Verpackung nicht beschädigt oder nass ist.
  • Herkunft: Im besten Fall kommt der Samen aus Deutschland. Dadurch hat sich die Mutterpflanze bereits an das deutsche Klima gewöhnt und bringt somit widerstandsfähige Nachkommen hervor.

Wir empfehlen Ihnen die Samen beim Palmenmann bequem online zu erwerben. Dort erhalten Sie ein Preiswertes Anzuchtset mit allem nötigen Zubehör.

Hanfpalme aus Samen züchten: Anleitung

1. Vorbereitung

Haben Sie alle Utensilien beisammen? Für die Anzucht benötigen Sie folgendes:

  • Tontopf
  • Anzuchterde
  • Hanfpalmen-Samen
  • Sprühflasche
  • Beschriftung (optional)

Die Anzucht erfolgt bestenfalls zwischen Januar und Oktober. Dies ist aber kein muss, solange es warm genug im Raum ist. Die Erde sollte vor allem locker sein. Wollen Sie diese selbst mischen, dann können Sie hierfür eine Mischung aus Gartenerde, Kompost, Torf und kleinkönigen Kies verwenden. Alternativ empfehlen wir die Verwendung von Anzuchterde. Außerdem eignen sich Kokosfasern zur Anzucht.

Exkurs: Warum ist spezielle Anzuchterde sinnvoll?
Herkömmlicher Gartenboden ist oft lehmig und enthält nicht genügend Humus, was eine ungünstige Kombination darstellt. Anzuchterde ist vor allem luftig und locker. Dies ist in diesem Stadium für das Versorgen der Wurzeln mit Wasser wichtig. Zudem ist Anzuchterde vor allem keimfrei. Die empfindlichen Keimlinge verfügen noch nicht über Abwehrkräfte, dies macht sie in diesem Stadium besonders anfällig für Schädlinge und Pilzkrankheiten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt: Anzuchterde ist nährstoffarm. Dies ist wichtig damit die Hanfpalme möglichst viele Wurzeln bei der aktiven Suche nach den wenigen Nährstoffen ausbildet.

2. Die Samen vorquellen lassen.

Lassen Sie die Samen zunächst in raumwarmen Wasser 12-24 Stunden vorquellen. Samen die im Wasser zu Boden sinken, sind nicht keimfähig.

Tipp: Machen Sie sich keine sorgen darüber eventuell zu heißes Wasser zu verwenden. Die Schale der Hanfpalmen-Samen ist relativ dick, deswegen kann bei zu heißem Wasser nicht viel passieren.

3. Die Anzucht

  • Kippen Sie die Anzuchterde in Ihren Anzuchttopf und sorgen Sie dafür, dass diese locker bleibt.
  • Säen Sie die Samen aus, indem Sie diese ungefähr einen halben Zentimeter in die Erde einbringen.
  • Bedecken Sie diese dünn mit Erde.
  • Halten Sie die Erde stets feucht – aber nie zu nass.
  • Stellen Sie den Topf an einem warmen Ort. (Für ein schnelles Keimen sind Temperaturen zwischen 20° – 25°C optimal. )

Tipp: Ziehen Sie eine Plastikfolie oder Frischhaltefolie über das Behältnis, damit ein kleines Minigewächshaus entsteht. Dadurch wächst die Hanfpalme schneller. Durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit kommt es schneller zur Schimmelbildung. Um dieser entgegenzuwirken, Öffnen Sie die Abdeckung regelmäßig zum Lüften.

Exkurs: Lichtkeimer und Dunkelkeimer
Palmensamen benötigen eine unterschiedliche Lichtintensität. Je nach benötigten Lichtspektrum spricht man hierbei von Lichtkeimern oder Dunkelkeimern. Während zu viel Licht das Wachstum der Dunkelkeimer hemmt, benötigen Lichtkeimer einen hellen Standort.

4. Samen pikieren

Nach dem Austrieb sollten die Sämlinge vorsichtig pikiert (vereinzelt und umgetopft) werden. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, nicht die Wurzeln zu beschädigen. Heben Sie hierfür die Sämlinge mit einem Pikierstab oder alternativ dem Finger aus der Erde.

Wie lange dauert es bis die Samen Keimen?

In der Regel beträgt die Keimzeit 4-8 Wochen. Diese kann allerdings bis zu einem halben Jahr dauern! Bei der Anzucht von Palmen ist oftmals geduld gefragt. Warum? Dies hängt von der Dicke der Schale ab, außerdem sind manche Samen keimfreudiger, während andere wiederum länger zum Keimen brauchen.

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