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Bismarckpalme (Bismarckia nobilis) richtig pflegen

Bismarckpalme
Die Bismarckpalme im Park (Bild: © T_sor –istockphoto.com)

Die Bismarckpalme ist durch die besondere Wuchsform ein edler Schmuck für Haus und Garten. Benannt wurde sie nach dem ersten deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck. Die Bismarckia nobilis wird meist kurz Bismarckia genannt. Sie ist eine stolze Schönheit und entfaltet Jahr für Jahr beeindruckende Palmenwedel, die den faszinierenden Anblick dieser Fächerpalme ausmachen. Sie ist äußerst dekorativ, exotisch und verleiht dem Zuhause ein tropisches Flair. Wenn Sie eine Bismarckpalme kaufen möchten, erfahren Sie hier, wie Sie die schöne Bismarckpalme pflegen.

Die Herkunft der Bismarckpalme

Heimisch ist die Bismarckpalme in den Savannen von Madagaskar. Dieser Inselstaat ist so isoliert, dass sich dort eine außergewöhnliche Vielfalt von Pflanzen und Tieren entwickelt hat, die einzig und alleine dort anzutreffen sind. Im Norden und Westen prägt die Bismarckpalme die Savannen. Deren Holz und Blätter werden dort verwendet um Häuser zu bauen und Dächer zu decken. Hierzulande ist sie eine Zierpflanze mit exotischem Charme und ein toller Blickfang.

Welche Arten von Bismarckpalmen gibt es?

Es gibt nur eine Art der Bismarckpalme. Auf Madagaskar wachsen zwar je nach Region Fächerpalmen mit grünen oder mit blaugrünen Blättern. Hierzulande sind aber vor allem die faszinierenden silberblauen Fächer beliebt. Die silberne Schicht ist ihr natürlicher Sonnenschutz, daher kommt sie mit praller Sonne und auch mit heißeren Temperaturen zurecht.

Merkmale der Bismarckpalme

Die Bismarckpalme ist immergrün, blüht mehrmals im Jahr und ist wegen ihrer außergewöhnlichen Erscheinung so beliebt. Sie stellt ihre faszinierenden Palmwedel eindrucksvoll zur Schau. Die Blätter junger Palmen sind eher grünlich. Die Blätter älterer Pflanzen entwickeln den silbrigen Sonnenschutz. Sie ist zweihäusig, es gibt also weibliche und männliche Pflanzen. Ähnlich wie ein Baum wächst sie mit einem aufrechten dicken Stamm. Rund um den Stamm herum sind die Blattnarben unregelmäßig verteilt, was der Palme einen natürlich schönen Anblick verleiht.

In ihrer Heimat herrscht tropisches Klima. Das gefällt der Bismarckia so gut, dass sie dort auf eine stattliche Größe von bis zu 10 Meter Höhe heranwächst. Die Blattspreite erreicht dort bis zu 3 Meter. In kälteren Gegenden ist ihr Wachstum allerdings etwas gebremst. Das tut ihrer Schönheit aber keinen Abbruch, denn sie bringt trotzdem jedes Jahr neue Palmwedel hervor. An kräftigen Stielen reihen sich die Blätter zu kreisförmigen Wedeln auf. Diese können bereits bei einer kleinen Palme einen Meter Durchmesser betragen. Mit der Zeit entwickelt eine ältere Bismarckpalme eine üppige, ausladende Krone.

Bismarckpalme pflegen – Was ist zu beachten?

Beachten Sie ein paar Pflegetipps, dann entwickelt sich die Bismarckpalme in Ihrem Zuhause prächtig. Weil sie nicht winterhart ist, findet sie einen guten Platz in einem Kübel. Dadurch lässt sie sich im Sommer draußen und im Winter drinnen platzieren, um ihr viel Sonne zu gönnen und sie vor Frost zu schützen.

Am besten wird sie alle zwei Jahre umgetopft, damit sie ihre Wurzeln in frische Erde und einem größeren Gefäß ausbreiten kann.

Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Das könnte die Pflanze sogar derart schädigen, dass sie eingeht. Welke, braune Blätter lassen sich einfach von Hand entfernen, was den schönen Anblick bewahrt. Eingetrocknete Blätter einfach am Stielende entfernen, denn verbleibt der Stiel am Stamm, verschönert das den Anblick der Palme.

Vor dem Einräumen im Winter auf Schädlinge überprüfen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen ergreifen. Trockene Heizungsluft bekommt ihr nicht so gut, daher gerne gelegentlich mit kalkarmem Wasser besprühen.

Die Bismarckpalme nach dem Winter erst langsam an die Sonne gewöhnen. Ansonsten drohen Verbrennungen an den Blättern, die sich in braunen Flecken zeigen. Zunächst etwa 10 bis 14 Tage lang halbschattig platzieren, bevor es in die volle Sonne geht. Draußen dann möglichst windgeschützt aufstellen, damit die Wedel nicht zerreißen.

Am richtigen Standort gedeiht die Bismarckpalme prächtig

Am liebsten hätte die Bismarckpalme ganzjährig ein tropisches Klima. Sie liebt Temperaturen zwischen 20 und 30 °C. Steht sie zu kühl, können sich die Blätter grünlich bis rötlich verfärben. Bei hohen Temperaturen wächst die Palme dagegen relativ schnell. Sie steht gerne sonnig und benötigt viel Licht. Die Kübelpflanze deshalb gerne an den sonnigsten Platz stellen, dann zeigt sie sich von ihrer schönsten Seite. Im Sommer so lange wie möglich gerne nach draußen stellen. Bleibt sie das ganze Jahr über drinnen, dann am hellsten Platz, den es gibt. Die schöne Exotin überwintert gerne hell bei rund 15 °C.

Tipp: Je ähnlicher der Standort ihrer Heimat ist, desto wohler fühlt sie sich. Wenn die richtigen Standortbedingungen gegeben sind, ist die Bismarckpalme relativ einfach zu kultivieren, weil sie keine großen Ansprüche stellt.

Das geeignete Substrat

Die Bismarckpalme wünscht sich einen möglichst tiefen Topf, denn ihre kräftigen Wurzeln brauchen Platz. Grundsätzlich ist es möglich, einen sandig bis lehmigen Boden zu verwenden. Die Erde sollte möglichst durchlässig sein, damit sich kein Wasser anstaut. Je kühler und feuchter die Erde ist, desto anfälliger sind die Wurzeln für Fäulnis. Ein Substrat mit Tongranulat, Sand oder feinem Kies verhindert Staunässe und gewährleistet zusätzlich eine Belüftung, die den Wurzeln zugutekommt.

So viel Wasser benötigt die Bismarckpalme

Der Bedarf an Wasser ist von Natur aus recht niedrig. Allerdings speichert die Erde im begrenzten Kübel nur wenig Wasser, wodurch sie schneller wieder austrocknet. Vor allem in einem dunklen Pflanzgefäß, welches in der prallen Sonne steht, verdunstet Wasser umso schneller. Auch wenn die Bismarckpalme Trockenheit stillschweigend erträgt, freut sie sich im Sommer über etwas mehr Wasser. Am besten durchdringend gießen, sodass die Erde gut durchnässt ist. Vor dem nächsten Gießen darf die Erde dann aber durchaus abtrocknen.

Im Winter kann es ausreichen, nur alle zwei oder drei Wochen einmal zu gießen. Zuerst kontrollieren, ob die Erde zwischendurch tatsächlich trocken ist. Dafür einfach einen Finger in die Erde stecken, um die Feuchtigkeit zu erfühlen.

Dünger ist ein wichtiger Nährstofflieferant

Zwischen Frühjahr und Herbst ist die Zufuhr von Nährstoffen wichtig, denn das ist die Wachstumsphase. Am einfachsten wöchentlich Volldünger oder Dünger für Grünpflanzen einsetzen. Diesen einfach über das Gießwasser verabreichen und im Laufe der Saison dabei zusehen, wie wunderbar sich die Bismarckia entwickelt.

Die Anzucht der Bismarckpalme

Wenn Sie sehr geduldig sind und das Wachstum der Palme von Anfang an begleiten möchten, pflanzen Sie mehrere Samen ein. Lassen Sie diese zuvor 24 bis 48 Stunden in warmem Wasser vorquellen. Dabei mindestens einmal das Wasser wechseln. Dann den Samen in Anzuchterde einsetzen und feucht halten, damit die Jungpflanze nicht austrocknet. Bei rund 25 °C dauert die Keimung zwischen mehreren Tagen und mehreren Monaten. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine junge Pflanze zur stattlichen Palme, die pro Jahr etwa zwei bis drei neue Wedel hervorbringt.

Das Umtopfen – so geht´s

Die Bismarckpalme kann das ganze Jahr über eingepflanzt werden. Das Umtopfen erfolgt aber am besten im Frühling vor dem Beginn der Wachstumsphase. Nach zwei Jahren ist die Erde ausgelaugt und hat an Struktur verloren. Frische Erde besitzt dagegen bessere Eigenschaften, stellt mehr Nährstoffe bereit und die bessere Struktur sorgt für eine gute Belüftung der Wurzeln. Wählen Sie ein Pflanzgefäß, das ein wenig größer ist, als das vorherige, damit die Wurzeln wieder mehr Platz bekommen, um sich auszubreiten. Diese nehmen dann mehr Nährstoffe und Wasser auf, was das Wachstum fördert. Beim Umtopfen die Pflanze aus dem Topf heben und die Wurzeln vorsichtig von der alten Erde befreien. Anschließend in den neuen Topf mit frischer Erde setzen und gut angießen.

Krankheiten und Schädlinge

Der robusten Bismarckpalme können Schädlinge oder Krankheiten in der Regel wenig anhaben. Grundsätzlich sind optimale Standortbedingungen das beste Mittel gegen jegliche Gesundheitsprobleme. Umgekehrt bedeutet es, wenn es zu nass, zu dunkel oder zu kalt ist, senkt das die Widerstandsfähigkeit der Palme und die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten oder Schädlingsbefall steigt. Kritischer Zeitraum ist über den Winter hinweg. Dunkelheit und Kälte machen allen Pflanzen zu schaffen und schwächen deren Abwehrkräfte.

Sollte ein Befall von Wollläusen, Spinnmilben oder anderen Schädlingen vorliegen, von anderen Pflanzen mit größerem Abstand platzieren, damit die Schädlinge nicht überspringen. Die ganze Pflanze abzuduschen oder betroffene Blätter abzuwischen ist hilfreich, um einem größeren Befall vorzubeugen. Je nach Schädling lässt sich gegebenenfalls auch ein passender Nützling als Gegenmaßnahme einsetzen. Neben der Behandlung der Palme auch die Fläche rund um die Pflanze herum reinigen, um einen erneuten Befall zu verhindern.

Bismarckpalme kaufen: Preis und Platzbedarf beachten

Die Bismarckpalme ist vor allem als Solitärpflanze ein Hingucker. Daher ist zuvor zu bedenken, dass der Platzbedarf relativ groß ist. Als kleine Pflanze lässt sie sich hervorragend auf Balkon und Terrasse präsentieren. Die größeren Palmen mit schwerem Kübel lassen sich nicht mehr allzuleicht bewegen und sind ganzjährig in einem Wintergarten gut platziert. Die Kaufpreise variieren mit der Größe der Pflanze. Grundsätzlich gilt je kleiner die Bismarckpalme, desto preisgünstiger ist diese zu erwerben.

Beim Kauf von einem Exemplar mit einer stattlichen Größe von über 8 Metern liegt der Preis durchaus über 20.000 €. Ab etwa 3 Metern ist mit mehreren Tausend Euro zu rechnen. Etwas kleinere Pflanzen gibt es für ein paar Hundert Euro. Palmen von einem Meter Größe sind bereits ab etwas über 100 € erhältlich. Für sehr Geduldige lohnt sich der Kauf von Samen für rund 10 €.

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